Überprüfung des GlüStV 2021: Der Bewertungsprozess zum deutschen Glücksspielstaatsvertrag läuft an
Blake Schmitt · May 20, 2026

Überprüfung des GlüStV 2021: Der Bewertungsprozess zum deutschen Glücksspielstaatsvertrag läuft an

Die Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 hat in Deutschland Fahrt aufgenommen, während die 16 Bundesländer einen umfassenden Evaluierungsbericht vorbereiten, der bis zum 31. Dezember 2026 vorliegen muss, und dabei prüfen, ob die strengen Regelungen zu Kanalisierung, Spielerschutz, Einzahlungs- und Einsatzlimits sowie der 5,3-Prozent-Einsatzsteuer ihre Ziele erreicht haben oder Spieler stattdessen in den Schwarzmarkt abgedrängt wurden.
Hintergründe und Ziele des GlüStV 2021
Der GlüStV 2021 trat im Juli 2021 in Kraft und schuf erstmals einen bundesweit einheitlichen Rahmen für das legale Online-Glücksspiel, der Lizenzvergaben, Werbebeschränkungen und technische Schutzmaßnahmen wie Einsatzobergrenzen von 1.000 Euro pro Monat sowie Einzahlungslimits umfasste, während die 5,3-Prozent-Steuer auf Spieleinsätze als zentrales Steuerungsinstrument eingeführt wurde, um den legalen Markt zu stärken und illegale Angebote zurückzudrängen.
Experten und Beobachter haben seitdem die Auswirkungen genau verfolgt, denn die Kanalisierungsquote, also der Anteil der Spieler, die legale Anbieter nutzen, bildet einen der wichtigsten Indikatoren dafür, ob die Regulierung funktioniert oder ob Lücken bestehen, die den Schwarzmarkt fördern, und die Bundesländer sammeln nun systematisch Daten zu diesen Entwicklungen.
Der aktuelle Stand der Evaluierung im Mai 2026
Im Mai 2026 befinden sich die Vorbereitungen für den Abschlussbericht in vollem Gange, da die Länderbehörden interne Arbeitsgruppen eingerichtet haben, die Statistiken zu Spielerzahlen, Lizenzvergaben und Marktanteilen auswerten, während parallel Branchenvertreter Stellungnahmen abgeben, die auf gezielte Anpassungen statt auf eine grundlegende Neustrukturierung drängen, um bestehende Regelungen zu optimieren ohne das gesamte System zu überwerfen.
Die Prüfung konzentriert sich dabei auf mehrere Kernbereiche, darunter die Wirksamkeit der Kanalisierung, die Maßnahmen zum Spielerschutz, die Auswirkungen der Einzahlungs- und Einsatzlimits sowie die Rolle der Einsatzsteuer, und erste Zwischenergebnisse deuten darauf hin, dass einige Spieler trotz legaler Angebote weiterhin auf nicht lizenzierte Plattformen ausweichen, was die Notwendigkeit für datenbasierte Nachjustierungen unterstreicht.
Prüfung von Kanalisierung und Spielerschutz
Forschungsergebnisse und Marktdaten zeigen, dass die Kanalisierungsquote seit Inkrafttreten des Vertrags gestiegen ist, doch Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass hohe Limits und strenge Werbeverbote manche Nutzer in den illegalen Bereich treiben könnten, während die Bundesländer nun detaillierte Analysen durchführen, um festzustellen, ob zusätzliche Flexibilität bei den Limits oder verbesserte Schutzmechanismen erforderlich sind, um den legalen Markt weiter auszubauen.
Studien und Erhebungen der zuständigen Behörden belegen zudem Fortschritte beim Spielerschutz, etwa durch verpflichtende Identitätsprüfungen und Sperrsysteme, allerdings bleiben Fragen offen, wie effektiv diese Maßnahmen in der Praxis greifen, wenn Spieler gleichzeitig auf unregulierte Angebote zugreifen können, und die Evaluierung soll hier klare Handlungsempfehlungen liefern.

Die Rolle der Einsatzsteuer und der Bundesländer
Die 5,3-Prozent-Einsatzsteuer stellt einen zentralen Bestandteil des GlüStV 2021 dar, und die laufende Bewertung untersucht, ob sie den legalen Markt belastet oder ob sie tatsächlich zur Stabilisierung beiträgt, während Vertreter der Glücksspielbranche in ihren Eingaben betonen, dass eine moderate Anpassung der Steuerregelungen helfen könnte, ohne das gesamte Vertragswerk zu revidieren, und die 16 Bundesländer koordinieren diesen internen Prozess eng miteinander, um einheitliche Ergebnisse zu erzielen.
Interne Berichte und Datensammlungen der Länderregierungen fließen direkt in die Vorbereitung des Abschlussdokuments ein, das bis Ende 2026 fertiggestellt werden soll, und bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Evaluierung nicht auf radikale Änderungen abzielt, sondern auf präzise, evidenzbasierte Korrekturen, die den Schutz der Spieler stärken und gleichzeitig die Attraktivität des legalen Angebots erhöhen.
Stimmen aus der Branche und Ausblick
Vertreter der lizenzierten Anbieter haben in Stellungnahmen wiederholt gefordert, dass die Überprüfung auf gezielte Revisionen fokussiert bleiben solle, etwa bei den Werbebeschränkungen oder den technischen Limits, anstatt umfassende Neuregelungen einzuführen, und diese Position wird in den laufenden Gesprächen mit den Landesbehörden eingebracht, die den Bericht federführend erstellen.
Bis zum Abgabetermin im Dezember 2026 werden weitere Daten erhoben und ausgewertet, sodass der Evaluierungsbericht eine fundierte Grundlage für mögliche Anpassungen des GlüStV 2021 liefern kann, und die Bundesländer haben klargestellt, dass der Prozess transparent und datenbasiert ablaufen wird, um sowohl Spielerschutz als auch Marktentwicklung gleichermaßen zu berücksichtigen.
Abschließende Betrachtung
Die Überprüfung des GlüStV 2021 bleibt ein zentrales Vorhaben der deutschen Glücksspielregulierung, bei dem die Bundesländer bis Ende 2026 alle relevanten Aspekte von Kanalisierung über Spielerschutz bis hin zur Einsatzsteuer beleuchten, um fundierte Entscheidungen für die Zukunft des legalen Marktes zu treffen, und die Ergebnisse werden zeigen, ob gezielte Anpassungen ausreichen, um den Schwarzmarkt weiter einzudämmen.